UMUSE2: Weshalb Trump digital die Wahl gewinnt - Schweizer Computer Experten analysieren erneut den US Präsidentschaftswahlkampf

Während des US Wahlkampfes 2016, haben alle Prognosen und digitalen Kanäle auf einen Sieg von Hillary Clinton gesetzt. Nur eine Gruppe von Schweizer Computer Experten haben damals schon, aufgrund ihrer Analysen von Kampagnen und allen US Search Engine- und Social Media Channels, Mitte September 2016 den Wahlsieg von Donald Trump prognostiziert. Mit Hilfe von neuen computer-basierten Monitorings des Suchverhaltens bei den US-Nutzern zeigen die Experten 2020 erneut, dass Donald Trump digital mit einem fünfmal grösseren Suchvolumen vorne liegt! Die Analysen der Tweets beider Kandidaten zeigen, dass Trump starke Emotionen wie „Angst“ und „Wut“ verwendet, während Biden auf moralische Werte besteht und vor allem Trumps Vorgehen während der Pandemie kritisiert. Bei den Kampagnenwebsites „schlägt“ Trump Biden ebenfalls, indem er online um 6% näher beim Interesse der amerikanischen Wählerinnen und Wähler kommuniziert.

Analyse des Suchvolumens

Dank neuen innovativen Technologien identifiziert das Projekt mit dem Namen UMUSE2* die genaue Anzahl Suchabfragen welche in den USA auf allen Suchmaschinen, Social Media und e-shops mit den Namen der beiden Kandiaten “Donald Trump” und “Joe Biden”, aber auch mit allen Themen rund um den Wahlkampf abgesetzt werden. Auf diesen Such-Zahlen hat Donald Trump einen fünffachen Vorsprung auf seinen Rivalen Joe Biden. Während den ersten zwei Wochen im August 2020 hatte Joe Biden's Popularität einen ersten kleinen Aufschwung dank der Ankündigung von “Running mate“ Kamala Harris, während die Suche nach Donald Trump erst im April und seit Anfang Juni leicht nachgab. Die grossen Datenmengen „big data“ zeigen deutlich, dass Internet Nutzer auf allen Kanälen in den USA signifikant häufiger am Republikaner Trump interessiert sind, als am Demokraten Biden...

Weiterlesen: Medieninformation vom 10. September 2020

 

User Monitoring im US Wahlkampf 2016 (UMUSE)

Das Forschungsprojekt: "User Monitoring of US-Elections (UMUSE)" misst die Online-Nachfrage
bei Kandidaten und Themen rund um den amerikanischen Präsidentschaftswahlkampf 2016.

Das UMUSE Projekt will mit neuen Methoden die Benutzer-Nachfrage rund um die US-Präsidentschaftswahlen während elf Monaten erforschen (1. Januar bis 8. November 2016). Dies geschieht in den USA selbst, aber auch in Grossbritannien, Kanada und weltweit. Mit Computerunterstützten Inhaltsanalysen (CUI) monitorisiert und sammelt UMUSE systematisch regionale und weltweite Daten von allen Suchmaschinen und Sozialen Netzwerken mit den entsprechenden Such-Patterns. Das Projekt baut auf früheren US-Wahlkampfuntersuchungen des IFAA aus den Jahren 2004 und 2008 auf. Das Projekt soll aufzeigen wie sich die Benutzer-Nachfrage gegenüber Themen und Kandidaten in Anlehnung an die Medienberichterstattung entwickelt und verändert. Gleichzeitig soll die User-Perspektive im Kontrast zu bestehenden Umfragen und Poll's stärker berücksichtigt werden. Es basiert auf unabhängigen, neutralen, wissenschaftlich fundierten Daten, die in Zusammenarbeit mit der Universität Neuchâtel, der Northwestern University (USA) in Boston und dem IFAA Institut in Bern (Schweiz) erarbeitet und ausgewertet werden.

User Monitoring of the US elections 2016_MediaConf

Das IFAA erhält einen Internationalen Forschungsauftrag

Das vom IFAA im Rahmen der bilateralen Forschungszusammenarbeit des Staatssekretariats für Bildung und Forschung (SBF) eingereichte Programm „Science and Technology Cooperation Switzerland - Russia“ wurde vom Schweizerischen Nationalfonds bewilligt. Gemeinsam mit der Ecole Polytechnique Fédérale de Lausanne (EPFL), sowie der Lomonosov Moscow State University (MSU), wurde das IFAA mit der Durchführung und Koordination des Forschungsprojektes „Comparative e-Governance between Russia and Switzerland – A Systematic Bilateral Evaluation of eGovernment on National and Regional Level“ betraut. Ziel der Forschungszusammenarbeit zwischen den drei Partnerinstituten ist es, Unterschiede im Bezug auf die Webauftritte zwischen den beiden Ländern aufzuzeigen und zu erforschen ob die eGovernment-Webseiten den Bedürfnissen der Bürger in den jeweiligen Ländern wirklich entsprechen, respektive wie die Online-Kommunikation durch die öffentlichen Verwaltungen beider Länder gegebenenfalls verbessert werden könnte. Es handelt sich dabei um ein einmaliges, innovatives und wegweisendes internationales eGovernment-Benchmarking Projekt.

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